DER MUT DER INDIEAUTOREN – AUS DEM TRAUM WIRD EIN ZIEL

Diesen Traum, einmal in seinem Leben ein Buch zu schreiben, überkommt wohl fast jeden irgendwann. Die Meisten verwerfen diesen Gedanken sehr schnell wieder. Es ist ein Traum, der immer ein Traum bleiben wird. Doch einige verfolgen ihren Traum so lange, bis es ein Ziel ist, welches sie erreicht haben.

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin

 

Schon als junges Mädchen habe ich mir gewünscht, irgendwann ein Buch zu schreiben. Über was ich schreiben würde, war mir damals noch nicht klar. Jetzt bin ich 38 Jahre und habe endlich den Mut aufbringen können, einfach zu beginnen. Manchmal sind es einfach die Umstände des Lebens, die einen dazu bewegen. Dass der Gedanke wieder aufkam, ein Buch zu schreiben, habe ich im Grunde meinem Sohn zu verdanken. Er liebt Geschichten. Wir haben uns oft einfach welche ausgedacht und uns gegenseitig erzählt. Seit mein Sohn ein Baby war, habe ich Abends sämtliche, allgemein bekannte Kinderlieder für ihn gesungen. Irgendwann fing ich an, mir selbst ein Lied auszudenken. Immer wieder kamen neue Strophen hinzu, bis ein vollständiges Schlaflied entstand. Nur mein Sohn und ich kennen es. Er besteht jeden Abend darauf, dass ich es ihm vorsinge.

Und genau dieses Lied war die Motivation dafür, dass ich einfach anfing, daraus eine Geschichte zu schreiben. Allerdings habe ich mich immer gefragt, ob es gut genug ist, um ein Kinderbuch entstehen zu lassen und dieses dann auch tatsächlich zu veröffentlichen. Dank der Möglichkeit, als Selfpublisher seine Bücher zu publizieren, war das Kinderbuch „Ein Piratenschatz für Kapitän Goldauge“ schneller als ich erwartet habe als Buch erhältlich. Ich tat es einfach. Innerhalb kürzester Zeit entstand ein zweites Buch. Die Geschichte „Paul und die Schnecken“ kann wohl fast jeder nachvollziehen, der selbst mal ein Kind war 😉 .

Kinder packt oftmals im Alter von 4-6 Jahren eine Sammelleidenschaft. Nicht selten handelt es sich hierbei um kleine Lebenwesen. In diesem Fall um Schnecken. Auch diese Geschichte habe ich, danke meines Sohnes, entstehen lassen.

Mein größter Kritiker

Bevor ich die Kinderbücher veröffentlichte, durfte mein größter Kritiker einen Blick darauf werfen, aktiv mit den Büchern werden und an einer „privaten Lesung“ teilnehmen. Natürlich hatte er etwas zu meckern und teilte mir ganz genau mit, was ihm nicht gefiel. Wer mein größter Kritiker ist? Mein Sohn. Ein Kind von 6 Jahren. Gibt es jemand Besseren, der ein Kinderbuch beurteilen könnte? Er hat genug Vertrauen zu mir, dass er mir ins Gesicht sagt, wenn ihm etwas nicht passt. So auch in diesem Fall. Ich änderte die Kritikpunkte und gab dann die Freigabe zur Veröffentlichung. Ob sie wirklich gut sind, werde ich wohl erst in den nächsten Wochen, Monaten oder vielleicht Jahren feststellen. Natürlich ist es mir wichtig, dass das Buch gefallen findet. Doch ist es das Wichtigste? Für mich persönlich war es ein Ziel, das ich nicht gedacht hätte, erreichen zu können.

Der Mut der IndieAutoren

Es dauerte eine Weile bis ich mitbekam, dass sich Selfpublisher auch IndieAutoren nennen. Unter diesem Stichwort fand ich viele Autoren, die im Selbstverlag Bücher veröffentlichen. Ich war begeistert, dass es so viele Autoren gibt, die sich nicht von Absagen zahlreicher Verlage haben entmutigen lassen. Dass es so viele Autoren gibt, die den Mut haben, alles in die eigene Hand zu nehmen und entgegen vielen skeptischen Kritiken, trotzdem ihr Buch veröffentlichen. IndieAutoren wissen, ihren Traum zu verwirklichen. Auch ich bin über meinen Schatten gesprungen und wage mich gerade an ein größeres Projekt, einen Roman. Wenn ich es nicht wenigstens versuche, werde ich es irgendwann bereuen. Ich möchte nicht in 40 Jahren aufwachen und meine innere Stimme sagen hören: „Hättest du wenigstens versucht, deinen Traum zu verwirklichen…“.

Cornelia Busch

Bei amazon.de erhältlich
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