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MYBOOK | Inspiration

18. Mai 2017

Woher nehme ich die Inspiration für meinen Roman?

Das ist eine gute Frage, die schwer zu beantworten ist. Inspiration begegnet mir grundsätzlich überall. Im Alltag, in Büchern, bei der Arbeit oder inmitten meiner Familie.

Seit einiger Zeit pendel ich mit dem Zug zwischen Bad Segeberg und Hamburg. Ich habe festgestellt, dass mir genau während dieser Zeit immer wieder neue Ideen in den Sinn kommen. Kurze Ausschnitte, die wie Blitze durch meinen Kopf schießen.

Die Menschen um mich herum

Bevor ich zum Bahnsteig gehe, kaufe ich mir morgens an der Bäckerei, unmittelbar am Bahnhof, einen Latte Macchiato. Drei Löffel Zucker dürfen natürlich nicht fehlen. Während ich mit meinem Kaffee den Bahnsteig betrete, beobachte ich jedes Mal das gleiche. Einige unterhalten sich, manche sitzen oder stehen einfach nur da und schauen genervt ins Leere, andere wiederum schauen gespannt in ihr Smartphone, ohne den Kopf nur ein einziges Mal zu erheben.

Dann rollt der Zug an. Ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt. Wie ein Ameisenhaufen laufen erst alle durcheinander, um dann aufeinander abgestimmte Grüppchen zu bilden, die sich genau auf Höhe der Zugtüren befinden.

Nachdem dann ein Sitzplatz ergattert wurde, werden die Smartphones ausgepackt. Ein paar wenige lesen tatsächlich noch ein richtiges Buch. Das sind mir persönlich die liebsten Pendler. Die Bücherwürmer machen mir einen entspannten Eindruck. Einige haben es sich mit ihrem Laptop gemütlich gemacht. Manche schauen einfach nur aus dem Fenster oder beobachten die anderen im Zug. Wenn ich Morgens an mein Buch denke, dann lese ich sehr gerne im Zug. Manchmal stöber ich durch die sozialen Netzwerke oder lese interessante Blogs. Doch ganz oft sehe ich mir einfach die Menschen im Zug an.

Wenn ich mich umschaue, versuche ich mir vorzustellen, welche Lebensgeschichte der ein oder andere wohl hinter sich hat. Wo fahren sie gerade hin, was machen sie beruflich, und spielen Kinder eine Rolle in ihrem Leben? Ich finde es wahnsinnig interessant, zu beobachten, wie sich Menschen verhalten, wenn sie glauben, unbeobachtet zu sein.

So verschieden, und doch haben alle etwas gemeinsam

Am Hauptbahnhof Hamburg angekommen, bewegt sich die Masse der Menschen die Treppe hinauf, vom Bahnsteig in die Bahnhofshalle. Auf dem Weg zur SBahn in Richtung Jungfernstieg begegnen mir die verschiedensten Menschen. Einige haben es eilig und sind unter Zeitdruck. Wahrscheinlich, weil sie pünktlich bei der Arbeit sein müssen. Andere haben Zeit und lassen sich nicht von der Hektik anstecken. Und die nächsten sind scheinbar gerade erst von einer guten Party gekommen 😉

Die Business-Typen, die Models, die Schüler, die Handwerker, die Mamis mit Kleinkindern, die Security, die verliebten Paare, die Nerds und… ich. Und alle haben wir einen Grund, warum wir gerade genau da sind, wo wir sind. Wir haben etwas gemeinsam. Nämlich ein Ziel. Jeder seins…

Meine Inspiration sind die Menschen, denen ich tagtäglich begegne und die Welt, die ich jeden Tag betrete…

Me

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